Yoga

wurde bereits vor 3000 Jahren in Indien praktiziert. 700 Jahre vor Christus wurden Yoga-Atemübungen zum ersten Mal in Schriften erwähnt. Die Ursprünge finden sich im Hinduismus und im Buddhismus. Wörtlich übersetzt aus dem Sanskrit heißt „Yoga“: Zusammenbinden, Anspannen, Anschirren. Dies wird interpretiert als: Verbinden von Körper und Geist, Anspannen zur Konzentration auf das Einswerden, Anschirren - wie die Pferde an eine Kutsche.

Es gibt inzwischen zahlreiche Yoga-Richtungen und Methoden. Die Weisheit des Ostens wird mit den Erkenntnissen des Westens verbunden.

Wir Menschen im Westen leben mit großen psychischen Belastungen; es gibt oft einen gewissen Druck durch Ansprüche, Erwartungen und Verpflichtungen. So kann chronische Anspannung entstehen: wir fühlen uns gestresst, nervös oder unzufrieden. Der Körper wird zu wenig beachtet und zu wenig bewegt. Gesundheit ist jedoch Harmonie und Gleichgewicht. So ist es auch ein Ziel von Yoga, das Zusammenspiel von Körper und Geist zu verbessern, um vitaler und gelassener im Leben zu stehen.

Yoga hilft, körperliches Wohlbefinden und innere Ruhe zu erleben, zu der du zurückkehren kannst. Störungen und Verkrampfungen kannst du erkennen und lösen - und so zurückkehren zu Ruhe und Entspannung.

Durch Yoga üben wir Selbsthilfe: wir übernehmen selbst Verantwortung und wir erfahren Glück, ganz unabhängig von unseren Lebens-Umständen.

 

Hatha Yoga

 „Hatha“  wird übersetzt als Kraft und Hartnäckigkeit. In anderen Quellen steht:

„Ha“ ist die Sonne:  Energie, Wärme, Aktivität, Ausstrahlung.

„Tha“ ist der Mond: Widerspiegeln, Passivität, Ruhe.

Hatha Yoga verbindet diese beiden Pole.

 

Zum klassischen Hatha Yoga gehören

* Atemübung  –  Pranayama

* Reflektion   –  Viveka

* Körperhaltung  –  Asana

* Tiefenentspannung  –  Yoga Nydra

 

 

Mit den Übungen für den vollständigen Atem - Pranayama - beginnen wir die Yogastunde. Eine schnelle Lebensweise führt dazu, dass wir flach und unbewusst atmen. Die Lunge kann rund vier Liter Luft aufnehmen. Durch gewöhnlichen, flachen Atem wird aber nur ein Viertel des Lungeninhaltes ausgetauscht und verbrauchter Atem bleibt in uns.  Also ist es wichtig, gründlich auszuatmen. Denn, nur wenn ich ein Gefäß ganz leer mache, kann ich es füllen mit etwas Neuem. 

 

Reflektion - Viveka - holt das, was unbewusst wahrgenommen wurde, in das Bewusstsein. Es ist die Kunst, Worte dafür zu finden, ohne das alltägliche, zensierende Denken wieder einzuschalten. Gleichzeitig wird das achtsame, offene Zuhören geübt - der Respekt vor den Erfahrungen der Anderen.

 

„Asanas helfen uns den Körper zu befreien von Blockaden und Verkrampfungen, wovon wir viele haben,

auch wenn wir die meisten selten oder nie bemerken“.  Jaques Lewensztain

 

 

 

 

 

Die Körperhaltungen - Asanas - werden nicht statisch angenommen, es ist eher ein Prozess. In der Haltung wird bewusst geatmet. Jede Person spürt dabei die eigenen Möglichkeiten und  Grenzen. Beim Ausatmen üben wir, loszulassen. Es gibt zahllose Asanas und vielfältige Variationen;  außerdem Reihen und Abfolgen, welche fließend ausgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tiefenentspannung  üben wir am Ende jeder Yogastunde. Liegend in Shavasana nehmen wir uns selbst und unseren Körper wahr. Wir kommen völlig zur Ruhe, bevor wird den Yoga-Ort verlassen.

 

Das Kreative Hatha Yoga

basiert auf der festen Struktur des Hatha Yoga.  Dazu kommt die Offenheit für den Moment. Freie Bewegungen sowie Elemente aus Yoga-Tanz, Chakra-Yoga  und Meridian-Yoga ergänzen die Basis-Übungen. Jede Person, jede Gruppe, jeder Ort ist anders. Mal geht es um das Fließen der Bewegungen, mal um das tiefe Fühlen einer einzelnen Haltung, mal um ein bestimmtes Thema.

Du lernst mit der Zeit, die Übungen für dich selbst abzuwandeln und anzuwenden -  und sie in deinen Alltag zu integrieren.

Yoga = Sorge für dich selbst

Wer oft für andere sorgt, vergisst manchmal sich selbst. Mitgefühl für sich selbst zu kultivieren ist wichtig: Gefühl für den eigenen Körper, die eigenen Bedürfnisse und Grenzen. Wer in der Pflege arbeitet und wechselnde Arbeitszeiten hat, kann an wöchentlichen Kursen nicht teilnehmen. Vor ungefähr zehn Jahren ist darum, neben den wöchentlichen Kursen, auch ein monatlicher Yogakurs entstanden. 

 

 

 
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